FL 2820 TFT

Multifunktionale dynamische Piktogrammleuchte

Dynamisch, normkonform und mit frei wählbaren Piktogrammen

Diese Features sind nur ein paar Highlights der neuen Leuchtengeneration. Die FL 2820 TFT bietet mit ihrem TFT-Display die Möglichkeit, verschiedenste Piktogramme, Bilder oder sogar Animationen darzustellen. Dies ermöglicht erstmals eine dynamische Fluchtweglenkung mit absolut normkonformen Piktogrammen darzustellen.

Flexible Piktogramme – auch nach Kundenwunsch

Dank der eingesetzten TFT-Technik können verschiedenste Piktogramme angezeigt werden. Hierbei sind die gängigen ­Rettungs- und Brandschutzzeichen aus einer Bibliothek auswählbar oder eigene Piktogrammvorgaben mittels kostenloser Software realisierbar.
So können die Leuchten z.B. Besprechungsräume ausschildern und im Notfall einen alternativen Fluchtweg kennzeichnen oder den 1. Fluchtweg durch Richtungsangaben unterstützend anzeigen. Eine spätere Anpassung der Piktogramme auf Grund von Norm- oder Nutzungsänderungen ist ohne einen mechanischen Piktogrammwechsel jederzeit kostengünstig möglich.

Überwachung

Bei der FL 2820 ist, wie bei allen INOTEC-Leuchten, eine Überwachung sämtlicher Funktionen natürlich serienmäßig enthalten. So wird bei dieser Leuchte neben dem LED-Backlight auch das ausgegebene Bild des TFT-Displays überwacht. Sollte das Piktogramm nicht mit der Vorgabe übereinstimmen, wird dies sofort an das FUSION-System gemeldet. Die von INOTEC entwickelte und patentierte permanente Bildüberwachung ist einmalig und stellt ein Novum in der Sicherheitsbeleuchtung dar.

 

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Folgende Fehler werden durch die Leuchte erkannt und an das FUSION-System gemeldet:

Backlightfehler
Bei INOTEC Rettungszeichenleuchten werden die eingesetzten LEDs immer überwacht, um die normativ geforderte Leuchtdichte und Homogenität sicherzustellen. Dies wird durch die Überwachung des TFT-Backlights bei der FL 2820 TFT ebenfalls realisiert.

Sensorfehler Bildüberwachung
Sollte der Sensor zur Bildüberwachung ausfallen,
wird dies durch die Leuchte erkannt. Somit wird
ein Maximum an Sicherheit erreicht.

Kommunikationsfehler
Die FL 2820 TFT kommuniziert mit dem
Zentral­batteriesystem CPS FUSION bidirektional. Sobald das Steuerteil des FUSION Systems eine Kommunikations­störung erkennt, wird eine entsprechende Störungsmeldung ausgegeben. 

Falsches oder fehlerhaftes Piktogramm
Ein falsches oder fehlerhaftes Piktogramm kann im Notfall fatale Folgen haben. Daher meldet die Leuchte dies mit der patentierten Bildüberwachung. Wird das vom FUSION-Zentralbatteriesystem  vorgegebene Piktogramm durch die Leuchte nicht bestätigt, wird dies als falsches Piktogramm gemeldet. Sollte auf Grund eines Displayfehlers das Piktogramm unvollständig sein, erfolgt ebenfalls die Fehlermeldung.

SD-Kartenfehler
Kundenspezifische Piktogramme werden in der Leuchte auf einer SD-Karte hinterlegt. Wird hier ein Fehler detektiert, erfolgt eine Fehlermeldung an das FUSION-System.
 

 

Bidirektionale Kommunikation – ohne zusätzliche Busleitung

Angeschlossen an das CPS FUSION System kommuniziert die FL 2820 TFT bidirektional mit dem Zentralbatteriesystem. Wird im Einsatzfall eine andere Pfeilrichtung oder die Sperrung eines verrauchten Fluchtweges durch das Zentralbatteriesystem vorgegeben, bestätigt die Leuchte das neue Piktogramm. Die Umsteuerung wird somit geprüft, wodurch ein Höchstmaß an Sicherheit erzielt wird. Die Kommunikation erfolgt dabei dank FUSION-Technologie über den 230V- oder 24V-Endstromkreis. Eine zusätzliche Bus-Leitung ist nicht erforderlich.

Akustischer Signalgeber

Wird in einem Gebäude ein Brand oder Netzausfall detektiert, kann durch Programmierung einer Schaltzuweisung ein akustischer Signalgeber in der Leuchte aktiviert werden. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit der Personen im Gebäude erhöht. Insbesondere Sehbehinderte Menschen werden so auf das Ereignis hingewiesen.

 

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Blinken und Sperren mit maximaler Aufmerksamkeit

Wird bei einem Piktogramm eine Blinkfunktion gewünscht, blinkt lediglich die Richtungsangabe oder das Sperrzeichen, das Rettungszeichen bzw. der Hintergrund des Piktogramms bleibt unverändert eingeschaltet. Die Blinkfunktion erhöht die Aufmerksamkeit deutlich – das angezeigte Piktogramm bleibt jedoch immer sichtbar.
Das Sperrzeichen zur optischen Sperrung eines Fluchtweges wird standardmäßig ohne Rettungszeichen dargestellt in Anlehnung an Sperrung von Fahrspuren auf Autobahnen oder Tunnelanlagen. Hier befindet sich ebenfalls über dem zu sperrenden Bereich das allgemein bekannte Sperrzeichen.

 

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Animationen – Eine Leuchte für mehrere Piktogramme

Immer häufiger werden neben dem Standard-Rettungszeichen auch weitere Piktogramme z.B. für Rollstuhlfahrer o.ä. benötigt. Statt wie bisher auf Sonderlösungen mit zwei­geteiltem Piktogramm, welche die Erkennungsweite herabsetzen, oder sogar auf zwei Leuchten zurückzugreifen, kann dies bei der FL2820 TFT elegant mit einer Animation gelöst werden. Hierbei werden die benötigten Piktogramme nacheinander angezeigt. Die Auswahl der Piktogramme sowie die gewünschte Anzeigedauer kann dabei selbst im INOTEC Picto+ konfiguriert werden. Somit sind auch Bildwechsel bzw. –folgen aus genormten Piktogrammen und eigenen Texten möglich. Dadurch kann z.B. der Grund für eine Evakuierung (vorstellbar bei Amok oder Terror) als Text im Wechsel mit einem Piktogramm angezeigt werden.

 

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Perfekte Piktogramme – aus jedem Winkel

Bisher mussten bei der Realisierung dynamischer Piktogramme leider immer Abstriche hinsichtlich der Erkennbarkeit gemacht werden. Diese Defizite gibt es dank des eingesetzten TFT-Displays nicht mehr. Die Piktogramme besitzen eine Leuchtdichte von 800cd/m². Im Gegensatz zu herkömmlichen Displays ist das Display der FL 2820 TFT auch bei sehr spitzem Betrachtungswinkel hervorragend erkennbar.

 

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Normkonformität – ohne Einschränkungen

Neben der hervorragenden Erkennbarkeit können durch das TFT-Display sämtliche Piktogramme absolut normkonform dargestellt werden. Piktogramme, bei denen die Pfeilrichtungen entgegen der Laufrichtung des Fluchtmännchens zeigen, gehören damit der Vergangenheit an. Darüber hinaus werden die Piktogramme nicht durch vorgesetzte, mittels Kanteneinstrahlung sichtbar werdende Sperrsymbole beeinträchtigt und haben keinerlei Unterbrechungen bzw. Lichtkanten wie sie bei vielen handelsüblichen Leuchten vorkommen.

INOTEC-Qualität – für eine lange Lebensdauer

Die eingesetzten Komponenten sind, wie bei INOTEC üblich, für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Die eigens für diese Leuchtenserie entwickelte Elektronik und das eingesetzte Display entsprechen dem hohen Industriestandard, sodass wir eine Mindestbetriebsdauer von 50.000 Stunden garantieren können.

 

Sonderfarben – Individuell für Ihr Projekt

Dank der eigenen Fertigung in Ense können wir jederzeit auf Kundenwünsche eingehen. So lässt sich die FL 2820 TFT farblich den Gegebenheiten im Projekt anpassen. Durch die individuelle Gehäusefarbe können die Leuchten perfekt in ein Bauvorhaben integriert werden, wie es z.B. aus denkmalschutztechnischen Gründen gefordert wird. Eine Leuchte mit tiefschwarzem Gehäuse (RAL 9005) wird im ausgeschalteten Zustand dank des schwarzen TFT-Display fast nicht mehr wahrgenommen – nur dann, wenn es darauf ankommt.

Anwendungsfälle

In vielen Fällen ist die Kennzeichnung eines zweiten Fluchtweges erforderlich, der  jedoch zunächst nicht als solcher gekennzeichnet sein soll. Hier bietet die Leuchte den großen Vorteil, dass die gewünschten Piktogramme erst erkennbar werden, wenn diese über die FUSION-Technologie aktiviert werden. Dies ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, da bei jeder anderen am Markt erhältlichen Leuchte mindestens noch ein ausgeschaltetes Piktogramm zu erkennen ist, wodurch flüchtende Personen irritiert werden können. Ist bei der FL 2820 TFT kein Piktogramm aktiv, ist das TFT-Display schwarz – Irritationen sind somit ausgeschlossen.

Beim Beispielprojekt handelt es sich um ein viergeschossiges Museums­gebäude. Die Zuwegung erfolgt durch den zentralen Treppenraum in der Mitte des Gebäudes. Der Fluchtweg aus allen Bereichen des Gebäudes führt im Normalfall über den zentralen Treppenraum ins Freie. Das Evakuierungskonzept für das Gebäude sieht vor, dass der zweite bzw. der Nebenfluchtweg über den offenen Nebentreppenraum auf der rechten Gebäudeseite erst gekennzeichnet werden darf, wenn der Haupttreppenraum durch eine mögliche Verrauchung nicht mehr nutzbar ist.

In Bild 1 ist zu sehen, wie der Fluchtweg im Normalfall gekennzeichnet ist. Alle Fluchtwegkennzeichnungen weisen in Richtung des zentralen Treppenraumes. Alle Leuchten, die den zweiten Fluchtweg bzw. den Nebenfluchtweg für dessen Benutzung kennzeichnen sollen, sind ausgeschaltet. Eine Kennzeichnung dieses Weges ist zunächst nicht sichtbar.

In Bild 2 ist zu erkennen, dass der Haupttreppenraum verraucht ist. Sowohl die Fluchttür zum Haupttreppenraum als auch die Fluchttür aus dem rechten Gebäudeteil in Richtung Haupttreppenraum zeigen nun ein rotes Sperrsymbol (Kreuz) und sperren somit optisch den Fluchtweg über den Haupttreppenraum. Nun wird die Fluchtwegkennzeichnung in Richtung des Nebentreppenraumes aktiv, die vorher nicht zu sehen war. Hier wird durch eine eindeutige Fluchtwegkennzeichnung situationsabhängig der sichere Fluchtweg ausgewiesen – ohne Irritationen.

Die Belange für Menschen mit körperlichen Einschränkungen finden durch rechtliche Vorgaben in Neu- und Umbauten immer stärkere Beachtung.
Damit auch für diese Menschen ein sicheres Verlassen von Gebäuden ermöglicht wird, ist es wichtig, barrierefreie Flucht- und Rettungswege sowie die Wege zu besonderen Einrichtungen, wie z.B. Sammelplätze oder Evakuierungsaufzüge, speziell zu kennzeichnen. Bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kann neben der frei wählbaren, normkonformen Darstellung der erforderlichen Rettungszeichen durch eine Blinkfunktion zusätzlich die Aufmerksamkeit auf die Kennzeichnung erhöht werden.

Das Projektbeispiel zeigt ein Hotel. Im Normalfall sind ausschließlich die Flucht- und Rettungswege in Richtung der beiden notwendigen Treppenräume gekennzeichnet. Für die Ausschilderung zu den beiden Aufzügen werden TFT-Leuchten verwendet. Sie sind jeweils an den Brandschutztüren in den Fluren sowie an den Zugängen zu den Aufzügen positioniert, so dass die Hotelgäste von jedem Standort auf der Etage die Ausschilderung erkennen können.

Die Fluchtwege in diesem Gebäude sind für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nicht dieselben wie für Menschen ohne Einschränkungen. Daher ist es besonders wichtig, die Fluchtwege für beide Benutzergruppen eindeutig zu kennzeichnen. Im Falle einer Evakuierung aufgrund eines Brandes wird dafür die Ausschilderung der Aufzüge ersetzt durch die Kennzeichnung eines Fluchtweges für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Dies erfüllt in unserem Beispiel gleich zwei Anforderungen. Die eine ist die eindeutige Kennzeichnung des Flucht- und Rettungsweges für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Die zweite ist, dass durch den Wegfall der Beschilderung des Aufzuges vermieden wird, dass Menschen ohne Einschränkungen zu den Aufzügen geleitet werden.

In vielen Gebäuden kann sich durch temporäre Nutzungsänderungen eine abweichende Fluchtwegsituation ergeben.
Das Projektbeispiel zeigt den Teilbereich einer Schule im Erdgeschoss. Die Aula nimmt hier einen zentralen Bereich ein, der im Schulbetrieb sowohl als Aufenthaltsbereich als auch für die Zuwegung von Klassen- und Treppenräumen dient. Die Treppenräume 1 und 2 sind im Schulbetrieb als Fluchtwege gekennzeichnet und führen ins Freie. Weitere Fluchtwege führen durch die Cafeteria und durch das Foyer ins Freie.

Für Veranstaltungen außerhalb des Schulbetriebes soll die Aula mit deren Bühne genutzt werden. Gleichzeitig soll jedoch verhindert werden, dass Besucher unbefugten Zugang zur Cafeteria und über die Treppenräume 1 und 2 zu den Schulräumen in den oberen Etagen bekommen. Hierzu werden die entsprechenden Bereiche abgeschlossen, so dass sich die Fluchtwegsituation grundlegend ändert.

Die dadurch erforderliche Anpassung der Fluchtwegkennzeichnung kann problemlos durch die TFT-Leuchte erfolgen. So können die Treppenräume 1 und 2 sowie der Zugang zur Cafeteria von zentraler Stelle aus optisch gesperrt oder durch Ausschalten der Leuchten unkenntlich gemacht werden. Der im Normalbetrieb nicht vorgesehene Weg durch den Flur 1 wird als zusätzlicher Fluchtweg angezeigt. Alternativ könnten die Leuchten über den Zugängen zu den Treppenräumen 1 und 2 anstelle des roten Kreuzes auch die alternative Fluchtrichtung zum Flur 1 anzeigen. Dies ist frei programmierbar und erfordert bei Planung, Bestellung und Errichtung keinen zusätzlichen Aufwand.

In diesem Beispiel sind lediglich 4 dynamische TFT-Leuchten anstelle von statischen Rettungszeichen erforderlich. Ein zu vernachlässigender Mehraufwand mit großem Nutzen.

Die FL 2820 TFT bietet die Möglichkeit, die Rettungszeichen dynamisch auszuführen. Angeschlossen an der CPS FUSION oder dem CLS FUSION Notlichtsystem, welche mit der im Gebäude installierten Brandmeldeanlage gekoppelt sind, können die Leuchten den sicheren Fluchtweg mit einem normkonformen Piktogramm anzeigen oder bereits verrauchte Bereiche sperren.

Bei dem dargestellten Beispiel handelt es sich um ein Bürogebäude, das in den einzelnen Geschossen in vier Brand- bzw. Rauchabschnitte unterteilt ist. Rechts oben und links unten im Bild befinden sich Treppenräume, welche die Entfluchtung des Geschosses ermöglichen sollen. Aus den einzelnen Abschnitten ist der jeweils kürzeste Fluchtweg ausgeschildert.

Ist der Fluchttreppenraum oder der Fluchtweg im weiteren Verlauf durch Rauch versperrt, wird auf den zweiten Treppenraum umgeleitet. Alle Rettungszeichenleuchten, welche den Fluchtweg in Richtung des betroffenen Treppenraumes gekennzeichnet haben, zeigen nun ein rotes Sperrsymbol (Kreuz) und sperren somit optisch den Weg in Richtung Brandereignis. Hierdurch werden die flüchtenden Personen von vornherein in die richtige Richtung über einen sicheren Fluchtweg aus dem Gebäude geleitet.

Ein Sperrzeichen warnt den Flüchtenden vor der Gefahr. In Kombination mit Rettungszeichen, die einen alternativen Fluchtweg anzeigen, können Gefahrensituationen umgangen werden.

Die FL 2820 TFT kann durch ihre hohe Flexibilität nicht nur für eine statische oder dynamische Fluchtwegkennzeichnung eingesetzt werden sondern auch zur Raumbeschilderung.
Im Anwendungsbeispiel wird gezeigt, wie eine Zugangsregelung in medizinisch genutzten Räumen mit der TFT-Leuchte realisiert werden kann, beispielsweise in einer Ambulanz oder Radiologie.

Die Beschilderung von WC`s, Besprechungsräumen, Brandbekämpfungseinrichtungen o.ä. ist ebenfalls möglich. Der TFT-Leuchte sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Egal für welchen Anwendungsfall Sie sich entscheiden, bei einem Spannungsausfall oder im Falle eines Brandes werden die eingesetzten Leuchten immer zur eindeutigen Fluchtwegkennzeichnung genutzt.

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